Tierschützer vorm Schlachthof in Kellinghusen Aug. 2018

bisher unveröffentlicht v. 8. Juli 2020

Nun ist es amtlich und seit Mai 2020 in aller Munde: Schlachthöfe sind Covid-19 Infektionsherde und die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen sind prekär. Redaktionen aller möglichen Medien schicken ihre Journalist*innen „ins Feld“. Sie suchen händeringend rumänische Werkvertragsarbeitende für Interviews.

schlachthof aktionBesetzung Sep - 2019

veröffentlicht Juli 2020

Der Schlachthof und das Leben

Wieder einmal stinkt es. Nicht nur ein bisschen. Es ist kein Geruch, der schnell verfliegt. Kein schlechtes Lüftchen. Nein, es stinkt und sitzt in meiner Nase fest. Auch wenn ich noch so schnell in die Pedale trete, muss ich den Gestank erstmal ertragen. Schnelles Entkommen geht nicht. Meine Freude darüber an der Wiese mit dem frisch gemähten Gras vorbeizuradeln und diesen Duft einzuatmen, den ich schon seit meiner Kindheit liebe: geschenkt.

Karla Lara und Padre Melo


Armut, Korruption, fehlende Rechtsstaatlichkeit und dann noch Corona Pandemie
Ein Blick nach Honduras im Frühjahr 2020

Honduras gehört zu den Ländern, die in der Regel in der internationalen medialen Berichterstattung keine Rolle spielen. Oder nur dann erwähnt werden, wenn eine der vielen unsäglichen Katastrophen so außergewöhnlich katastrophal ist, dass sie nicht verschwiegen werden kann.

MIriam Miranda Preisverleihung FES 27.11.2019


Die Rebellin der Karibikküste

Am 27. November überreicht die Friedrich Ebert Stiftung ihren Menschenrechtspreis 2019 an die Honduranerin Miriam Miranda, die sich seit über 30 Jahren für die Rechte der Garifunas einsetzt.


Täglich wächst die Zahl der Mitlaufenden in der mittelamerikanischen Karawane der Verzweifelten. 7.500 Menschen sollen es am 23.Oktober sein. Trotz rumpelstilzartiger Tobsuchtsanfälle des US-Präsidenten Trump via Twitter, trotz der Androhung militärischer Aufrüstung an der Grenze und auch der bereits stattgefundenen Konfrontationen.

Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

Die Nachrichten wiederholen sich. Leicht verändert an Zahlen und geographischer Zuordnung. Doch sie erzählen immer wieder von gleichen Ereignissen. Von überfüllten Booten, mal Schlauchboote, mal alte, eigentlich seeuntüchtige Fischerboote oder selbst zusammengebaute bootsähnliche Gebilde, die in Seenot geraten, die kentern und ihre Ladungen ins Mittelmeer werfen.

Wenn Kinder nur noch weg wollen – Der mittelamerikanische Exodus

Für dieses 55 Minuten andauernde Radiofeature war ich im November und Dezember 2014 in Mexiko, Guatemala und Honduras unterwegs. Es waren mehrere tausend Kilometer Weg, die ich zwischen und in den Ländern gereist bin, um mir die Geschichte der Menschen anzuhören, die in diesem Stück zu Wort kommen sollten. Menschen auf der Flucht, die Familie, Heimat, ihr gewohntes Leben zurück gelassen hatten, die unterwegs waren mit viel Angst und doch auch Hoffnung, mit ihrer Flucht oder ihrem Weggang ein anderes Leben finden zu können.

Nachhören auf BR-Bayern 2 Kultur...

Pepe Mujica
José „Pepe“ Mujica auf Staatsbesuch in Deutschland
von Erika Harzer, Oktober 2011

Ende der Sechziger Jahre gehörte José „Pepe“ Mujica zu den Gründern und Anführern der uruguayischen Stadtguerilla MLN-Tupamaros. Anfang der Siebziger wurde er verhaftet und von den Militärs der uruguayischen Diktatur mit ein paar weiteren Gefangenen zur Staatsgeisel erklärt...
eine Geschichte über das guatemaltekische Polizeiarchiv
von Erika Harzer

Der Himmel ist zugezogen. Züngelnde Blitze künden das Gewitter an. Dann prasselt der Regen auch schon los, laut und heftig und verdunkelt die wenigen noch verbliebenen Stunden des Tageslichts an diesem Nachmittag Mitte April in Guatemala City. Ein Tag wie jeder andere in der guatemaltekischen Hauptstadt. Die Zeitungen sind, wie das Leben selbst, voller Beispiele erfahrener Gewalt und ungelöster politischer Probleme. Ein Auftragskiller wurde festgenommen. Er ist 13 Jahre alt.

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