- Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er Jahre
Von Steffi Wassermann und Erika Harzer
Deutschlandfunk Kultur Feature | 17.01.2026 - 18:05 Uhr
Wdh. am 18.01.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk
Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Betroffenen und für die Stadt?
Marie und Ray haben überlebt. Doch sie können die schrecklichen Bilder des Brandanschlags auf ihre Unterkunft für Geflüchtete nicht vergessen. Der 18. Januar 1996 hat ihr Leben für immer verändert. Und auch das von Adam, der damals seinen Onkel verlor. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Den Indizien, die auf einen rechten Anschlag hinweisen, wurde kaum nachgegangen. Die Stadt kümmert sich wenig um das Gedenken an die Opfer des zehnfachen Mords. Wie kann es sein, dass der tödlichste Anschlag der 1990er-Jahre in Vergessenheit zu geraten droht? Warum wäre die Aufklärung dieses Falls auch angesichts steigender Zahlen rechter Gewalt wichtig? Und gibt es überhaupt noch eine Chance auf Gerechtigkeit?
Regie: Beatrix Ackers
Mit: Monika Oschek
Ton und Technik: Michael Kube
Dramaturgie: Katrin Moll und Julia Illmer
Deutschlandfunk Kultur, 2025
Länge: ca. 54'40 (Ursendung)
weitere Hintergrundinformationen zum Lübecker Brandanschlag siehe auch: https://gegenuns.de/luebeck/
