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Mit: Tirza Lanza Flores, honduranische Vereinigung demokratischer Richter
Moderation: Erika Harzer, Hörfunkautorin

Honduras steht vor einem Wahlmarathon: Im März fanden Vorwahlen statt, im November werden am gleichen Tag Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen abgehalten. Der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei kandidiert erneut. Die Verfassung verbietet zwar die Wiederwahl, doch der Oberste Gerichtshof machte die neuerliche Kandidatur möglich.

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Bertita telefoniert vor Plakat Berta

SWR2 Feature am Mittwoch, 14. Juni 2017 um 22.03 Uhr

Der Auftragsmord an Berta Cáceres in Honduras

Berta Cáceres war die Stimme des Widerstands gegen Menschenrechtsverletzungen und Großkonzerne in Honduras. Im März 2016 erschossen Auftragskiller sie nachts in ihrem Haus. Laut Global Witness wurden in Honduras in den letzten sechs Jahren 123 Menschen ermordet, die sich gegen Wasserkraftwerke, Bergbauprojekte, Monokulturen und Tourismusgroßprojekte wehrten.

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Berta in Guise mit Lencafrauen 2013

Die Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras

Berta Cáceres war eine mutige Frau. Seit Jahren erhielt sie Morddrohungen, weil sie für die Rechte des indigenen Volkes, Lenca und für den Umweltschutz kämpfte. Über diesen politischen Kampf berichtete die Autorin Erika Harzer vor drei Jahren für SWR2 Tandem...

SWR2 Tandem - 6.06.2016 | 19.20 Uhr
Wdh. am 7.06.2016 | 10.05 Uhr

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Berta in Guise mit Lencafrauen 2013

Die Mörder kamen nach Mitternacht

In der Nacht zu Donnerstag, d. 3. März 2016 um ein Uhr, sind unbekannte Auftragskiller in Berta Caceres Haus in La Esperanza eingedrungen und haben sie umgebracht.

Ich bin zutiefst erschüttert und traurig. Berta gehörte zu den mir wichtigsten Personen in Honduras, mit der ich mich gerne traf, die ich gerne unterstützte und mit der es immer - trotz all der alltäglichen Gewalt - so viel zu lachen gab.

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Warten auf Zelaya


Vier Wochen nach Zelayas gewaltsamer Verschleppung durch bewaffnete Militärs im Morgengrauen nach Costa Rica, unternahm der honduranische Präsident am 24. Juli seinen zweiten Versuch, nach Honduras zurück zu kehren. In einem Autokonvoi, in Gefolgschaft mehrerer Verbündeter und einem Tross Journalisten, begab er sich zum nicaraguanisch-honduranischen Grenzübergang in der Nähe von Las Manos. Tatsächlich überschritt er auch die Grenze, nahm dort ein Bad in der ihn erwartenden Menge, die es bis zur Grenze geschafft hatte, verkündete in dieser Runde seinen Anhängerschafft, dass niemand ein sich erhebendes Volk aushalte.

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Militär auf den Strassen in Honduras

oder der Beginn eines Bürgerkrieges?

Die Ereignisse überschlagen sich in Honduras 26 Tage nach dem Putsch gegen Manuel Zelaya. „Hier gibt keiner auf“ und „weg mit den Putschisten“, skandieren die sich erneut versammelnden Menschen auf den Strassen des Landes. Ihre Wut ist gewachsen, ihre Bewegung auch, nachdem die Vermittlungsgespräche in Costa Rica an der starren Haltung der Putschisten gescheitert sind. Der Vorschlag des als Vermittler agierenden costaricanischen Präsidenten Oscar Arias, eine Regierung der nationalen Versöhnung unter Leitung des gewählten Präsidenten Manuel Zelayas bis zu möglichen vorgezogenen Wahlen im Oktober dieses Jahres zu bilden, betrachtet die die Delegation der defacto Regierung für sich als inakzeptabel. Ein Standpunkt, von dem sie auch nach zusätzlichen 72 Stunden Bedenkzeit nicht abzuweichen bereit ist.

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Wandparole in Tegucigalpa

und eine Lösung doch nicht in Sicht

„Sie haben Angst vor uns, weil wir keine Angst vor Ihnen haben“. Mit diesen Zeilen unterstützt die mexikanische Sängerin Liliana Felipe die seit dreieinhalb Wochen Tag für Tag ihren Widerstand auf die Straßen tragenden Menschen in Honduras. Mehrere Filme mit bewegten und bewegenden Bildern sind mit ihrer Musik gemischt worden und in youtube und den widerständischen internetportalen einsehbar. Sie zeigen Szenen, die den honduranischen Alltag widerspiegeln seit jenem Tag, dem 28. Juni 2009, an dem eine unheilvolle Allianz aus Militärs, Unternehmern und konservativen Politikern dieses mittelamerikanische Land ins Putschzeitalter zurückbeamten.

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Das bitterarme mittelamerikanische Land Honduras gehört nicht zu den Staaten, die normalerweise die Schlagzeilen der internationalen Medien füllen. Das änderte sich am 28. Juli dieses Jahres schlagartig, als frühmorgens schwer bewaffnete Maskierte in die Wohnung des gewählten Präsidenten Mel Zelaya eindrangen, um ihn kurzerhand im Pyjama außer Landes zu verschleppen. Militärs besetzten den Präsidentenpalast, patroullierten in den Strassen der Hauptstadt Tegucigalpa, kontrollierten Radio u Fernsehstationen und verkündeten die Absetzung des gewählten Präsidenten. Die ehemalige Bananenrepublik machte wieder Schlagzeilen, extrem negative Schlagzeilen. Später war zu erfahren, dass die Militärs mit Zelayas Verschleppung im Namen des Obersten Gerichtshofes gehandelt hätten, wobei hier sich natürlich sofort die Frage stellt, auf welcher Gesetzesgrundlage?

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